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Warum muss geprüft werden?

Geschäftsführer und Vorstände sind laut dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verantwortlich für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Besucher. Sie müssen sich um Art, Umfang und Frist der Sicherheitsprüfungen kümmern und haften persönlich im Unfallschadensfall im Sinne des Organisationsverschuldens sogar dann, wenn der Schaden von einem Dritten verursacht wurde.

Die Pflicht zu prüfen ergibt sich synchron aus dem dualen Arbeitsschutzsystem Deutschlands und setzt sich zusammen aus:

Die Prüfung nach den DGUV-Vorschriften (Vorschriften der DGUV, die als privates autonomes Satzungsrecht qua § 15 SGB VII verbindlich für alle DGUV-Mitglieder gelten) wird benötigt, um den Versicherungsanspruch gegenüber der DGUV im Unfallschadensfall zu erhalten.

Ohne Nachweis der Erfüllung der gesetzlichen und der DGUV-Vorgaben entfällt der Versicherungsschutz durch die DGUV und der Geschäftsführer/Vorstand haftet selbst für entstandene Schäden!

Im Schadensfall müssen sie im Zweifelsfall auch belegen, dass sie alles in ihrer Macht stehende getan haben, um Schaden von ihren Mitarbeitern und Besuchern fern zu halten.

Wie oft muss geprüft werden?

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen

durch eine Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. Das genaue Intervall ergibt sich hierbei aus einer von dem*der Prüfer*in erstellten Gefährdungsbeurteilung zur Prüffristenermittlung. Für die Einhaltung dieses Intervalls ist hingegen der Geschäftsführer/Vorstand zuständig.

Welche Geräte sind ortsveränderliche Betriebsmittel (OVV)?

Elektrische Betriebsmittel, die während des Betriebes bewegt oder an einen anderen Platz gebracht werden können.

Beispiele: Handgeführte elektrische Werkzeuge (Bohrmaschinen, Schleifmaschinen, Handsägen, etc.), Verlängerungsleitungen, tragbare Computer (Laptops, etc.), Netzteile, mobile Beamer, Stehlampen, Haushaltsgeräte (Kaffeemaschinen, Ventilatoren, Overheadprojektoren, Handleuchten, Staubsauger, Haarföhne, Tischleuchten, etc.)

Was sind elektrische Anlagen?

Unterverteilungen, Fest angebrachte Betriebsmittel, schwer bewegbare Betriebsmittel ohne Tragevorrichtung, Betriebsmittel mit mechanischer Befestigung an ihren Aufstellungsort.

Beispiele: in elektrische Anlagen eingebaute Betriebsmittel (Schütze, Lampen, Motoren, Steckdosen, etc.), Betriebsmittel mit Steckvorrichtung oder über bewegliche Anschlussleitungen fest angeschlossene Betriebsmittel (Kühlschränke, Elektroherde, Standbohrmaschinen, Warmwasserspeicher, etc.)

Nach welchen Normen und Vorschriften wird geprüft?

Es wird nach folgenden Normen und Vorschriften geprüft:

DGUV V3

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

DIN VDE 0701-0702

Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte & Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte

DIN VDE 0100-600

Errichten von Niederspannungsanlagen

DIN VDE 0105-100

Betrieb von elektrischen Anlagen

TRBS 1203

Befähigte Personen